Der Beginn eines großen Skandals
Im Jahr 2020 gründete die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) die Tochtergesellschaft Stadtenergie. Ziel war es, Kundinnen und Kunden in ganz Deutschland mit günstigen Strom- und Gastarifen zu gewinnen. Das Unternehmen trat als moderner digitaler Energieversorger auf. Im Jahr 2024 wurden jedoch schwerwiegende finanzielle Unregelmäßigkeiten bekannt, die zu einem umfangreichen Skandal führten.
Überhöhte Rechnungen und hohe Verluste
Nach den Ergebnissen der Untersuchungen stellte Stadtenergie rund 71.000 Kundinnen und Kunden zu hohe Rechnungen aus. Der zunächst geschätzte finanzielle Schaden belief sich auf rund 74 Millionen Euro und hatte erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Kunden.
Maßnahmen von DEW21
Nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten entschied DEW21, die Tochtergesellschaft Stadtenergie bis Mitte 2025 vollständig einzustellen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass sich der Gesamtschaden auf mehr als 93 Millionen Euro belief. Zur Entschädigung der betroffenen Kundinnen und Kunden wurden rund 25 Millionen Euro an zu viel gezahlten Beträgen zurückerstattet.
Veränderungen in der Unternehmensführung
Der Finanzskandal führte zu weitreichenden personellen Konsequenzen. Im Juli 2024 wurde die Aufsichtsratsvorsitzende der Muttergesellschaft DSW21, Heike Heim, aufgrund ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit dem Umgang mit den Vorfällen abberufen.
Wiederaufbau und Stabilisierung
Trotz dieses Skandals arbeitet DEW21 weiterhin intensiv daran, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens wiederherzustellen. Ziel ist es, die internen Kontrollmechanismen zu verbessern und ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
