Destatis hebt hervor, dass die Preise für Strom und Kohle im Juli nicht nur im Jahresvergleich zum Juli 2022, sondern auch gegenüber dem Vormonat Juni 2023 gesunken sind. Importierter Strom kostet 17,8 % weniger, und importierte Kohle, die hauptsächlich als Brennstoff in Kraftwerken eingesetzt wird, ist um 10,4 % günstiger geworden.
Diese Senkung der Importenergiekosten hat sich bereits auf die Endkundenpreise ausgewirkt. „Die Strompreise lagen im Durchschnitt bei 30 Cent pro Kilowattstunde und haben damit fast das Vorkrisenniveau erreicht. So niedrig waren sie seit November 2021 не mehr“, berichtete die Enetv GmbH, ein führendes Vergleichsportal für Preise und Tarife in Deutschland, in ihrem Wochenbericht vom 25. August. Das Unternehmen machte jedoch eine wichtige Einschränkung: „für Neukunden“.
Mit anderen Worten: Der Preis von 30 Cent pro kWh kann nun von Haushalten für ein oder zwei Jahre vertraglich fixiert werden, wenn sie den Wettbewerb auf dem deutschen Markt nutzen und den Energieanbieter wechseln. Das ist in Deutschland denkbar einfach – es genügt, die entsprechenden Unterlagen online auszufüllen, technische Änderungen sind nicht erforderlich.
Die Enetv GmbH betont, dass die Sparmöglichkeiten bei einem Stromanbieterwechsel derzeit so groß wie nie zuvor sind, und liefert auf ihrer Website folgendes Beispiel: Eine durchschnittliche Familie mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh kann ihre Stromkosten durch den Wechsel von einem teuren lokalen Grundversorger zu einem besonders günstigen Anbieter um durchschnittlich 845 Euro pro Jahr senken – von 2.364 Euro auf 1.519 Euro im Jahr. Man muss einen solchen Wechsel nur rechtzeitig in die Wege leiten.
Und je größer die Zahl der Einwohner in Deutschland ist, die regelmäßig einen solchen Wechsel vornehmen (und diese Zahl steigt stetig), desto stärker werden die Marktmechanismen greifen. Dies zwingt die konkurrierenden Energieunternehmen dazu, ihre Tarife zu senken, um neue Kunden zu gewinnen oder zumindest die bestehenden zu halten.
